G a l e r i e

< Zurück | Übersicht  | Homepage | Weiter >

Tamga Tash

Der Tamga Tash (kirg.: Schriftstein) im Tamga-Tal nahe dem Südufer des Yssyk-Köl.
Die Aufschrift ist das bekannte Mantra in seiner tibetischen Form (Sanskrit Om mani padme hum)
Om = das Eine, das einzige Sein
Mani = das Juwel
Peme = die Lotusblüte, die sich aus dem Schlamm heraus zu vollkommener Schönheit entwickelt
Hung = Abschluss des Mantras, ähnlich dem "Amen" im Christentum
Die Inschrift des Steins stammt aus buddhistischer Zeit.
Unser ortskundiger Führer erzählte uns, vor Jahren seien russische Wissenschaftler dort gewesen, aber keiner habe die Inschrift entziffern können. Sie sei ein Geheimnis.
Er erzählte uns eine Legende über den Tamga Tash, die von einem Kämpfer mit 40 Getreuen handelte, der den Stein mit seinem Schwert in zwei Teile spaltete.
Der Stein ist auch den Kirgisen heilig, obwohl sie Moslems sind. Es gehört sich daher, dort ein Gebet zu sprechen.
Die Stoffstreifen an dem Strauch hinter dem Stein stehen jeder für ein Gebet, und man findet solche Sträucher und Bäume oft im Land, häufig an heiligen Quellen.
Das Foto ist technisch nicht so toll, aber die Andacht der beiden Kirgisen vor dem buddhistischen Stein fand ich sehr beeindruckend. Die Kirgisen bezeichnen sich selbst (scherzhaft) als Animisten und als die schlechtesten Moslems der Welt; ich denke aber, dass sich darin eine große religiöse Toleranz ausdrückt, die heute nicht überall selbstverständlich ist

·< Anfang | < Zurück | Übersicht  | Homepage | Weiter > | Ende >·


Bild 22 von 53  

Galerie erstellt mit HomeGallery 1.5.0